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Fernsteuerbares Modellluftschiff

Es gibt inzwischen eine ganze Reihe von ferngesteuerten Luftschiffmodellen auf dem Markt, teilweise auch für den Außenbetrieb geeignet und über 10.000 Dollar teuer.

 

Für manche Werbeaktion mögen solche Preise Peanuts sein, doch wir stellen Ihnen lieber ein Modell vor, das mit wenig materiellem und angemessenem finanziellen Aufwand zum Erfolg führt.

 

Das von uns getestete Modell der Firma Plantraco besteht aus einer Plastikhülle und einem ferngesteuerten Antrieb mit 3 Motoren, zwei für den Vortrieb und einer zur Regelung des Auftriebs.

 

Das Modell kommt komplett in einem Karton. man braucht noch entsprechende Batterien für die Antriebseinheit und die Fernsteuerung sowie natürlich Helium für den Blimp.

 

Wir füllten zuerst den etwa 1,20m langen Ballon mit Helium. Die Antriebseinheit ist schnell angebracht, die Batterien eingelegt und das Luftschiff mit kleinen Gewichten (wir nahmen Centstücke und etwas Knete) austariert. Das Luftschiff wird so austariert, dass es langsam sinkt (es sollte nicht allein aufsteigen!).

 

Achtung!Das Teuerste an dieser netten Spielerei ist auf Dauer das Helium! Wir bekamen es im örtlichen Gashandel. Das als „Ballongas" angebotene Helium (95% Reinheit) kostete uns pro 1,4 m3 in der 10l- Flasche (150bar) inkl. Ballonventil ca. 100,-EUR inkl. MWSt. Hinzu kommt eine Leihgebühr von 45ct pro Tag für die Flasche. Das sollte für ungefähr 7 Füllungen reichen - wir haben es aber nicht getestet. Im Handel gibt es auch kleine Heliumkartuschen für ungefähr 6,-EUR. Davon braucht man aber schon fast 3 Stück für eine Füllung. Für die ersten Tests ist das sicher ausreichend, da das Helium aber durch die Hülle diffundiert, braucht man bald Nachschub.

 

Nun kamen die ersten Probeflüge. Wenn man die Koordination der Hebel auf der Fernsteuerung einmal raus hat - was so ca. 10 Minuten dauert - kann man schon recht gut manövrieren und jeden Winkel des Raumes erreichen.

 

Man merkt schon bei den ersten Versuchen, wie sensibel das Luftschiff auf Strömungen reagiert, wenn man z.B. über eine Heizung fliegt. Draußen ist es selten so windstill, dass das Luftschiff nicht außer Kontrolle gerät.

 

Die Antriebseinheit besitzt drei Motoren, zwei für den Vortrieb und zum Steuern der Richtung sowie einen (grüner Pfeil) für die Steuerung des Auftriebs, da das Luftschiff mit einer gewissen „Schwere“ geflogen wird.

Die Funkfernsteuerung besitzt drei Hebel für die Motoren - jeweils für beide Drehrichtungen der Propeller.

In dieser kleinen Animation (Vorsicht, mit Ton!) können Sie sehen, wie das Ganze funktioniert.

 

Bei der Bestellung haben Sie die Möglichkeit, aus 4 Funkkanälen zu wählen. Die richtige Wahl ist wichtig, wenn Sie mehrere Fernsteuerungen gleichzeitig benutzen wollen, z.B. für Wettflüge.

Für einen nicht ganz unerheblichen Aufpreis hält der Hersteller eine kleine Videokamera bereit, die man am Luftschiff montieren kann. Sie ist leicht genug und überträgt ihre Bilder per Funk! Die Bildqualität ist sicher keine Augenweide, doch für eine amüsante Unterhaltung bei größeren Familienfeiern ist sie durchaus zu gebrauchen. 

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Jeder durfte mal ans Steuer: Das Modell während unserer Mitgliederversammlung 2004